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Der sächsische Dialekt

Sächsisch verstehen

Um sich mit der sächsischen Sprache (Dialekt) vetraut zu machen, müssen Sie ein paar grundlegende Dinge beachten. Viele denken, Sachsen seien zu faul zum sprechen und bekommen die Zähne nicht ausseinander. Das ist aber grundsätzlich falsch, denn Sachsen verschlucken Endungen oder ziehen Wörter ganz geschickt zu einem Laut zusammen. Es ist etwa nicht aus Faulheit, sondern der Grund ist die effektive Zeitersparnis. So können Sachsen mit weniger Aufwand und in kürzester Zeit viel mehr sagen. Außerdem denken die Sachsen nicht groß drüber nach, wie sie es nun sagen. Nein, sie sind direkt und reden einfach drauf los. Frei nach dem Motto: „Is de Gusche ehma breed, dann gönn mor ooch glei alles nausloof’n lass’n!“ (übersetzt: „Ist der Mund einmal offen, warum hinter dem Berg halten.“)
Manche bildungsfernen Mitdeutschen erachten diese Kommunikationsform als etwas primitiv oder unterbelichtet, doch beleidigen sie damit die sächsische Ehrlichkeit und Offenheit die sie vielleicht selber gerne hätten.


mabi – Wir reden SEXY’sch…!!!
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Weiterhin geben Sachsen mit der Veränderung der Tonlage (sächsischer Singsang), den Worten ihre emotionale Bedeutung. So kann z.B. der Dresdner dem einfachen Wörtchen „nu“, durch tonale Veränderung, zahlreiche verschiedene Bedeutungen beimessen. Die sächsische Sprache besitzt keine harten Konsonanten, statt „K“ sprechen wir „G“, statt dem „T“ ein „D“ und statt dem „P“ ein „B“. Die Fachmänner reden von „Konsonantenschwächung“. Das macht die Sprache mitunter sehr weich und ungeübte Hörer meinen es klänge etwas seltsam bis naiv. Aber da solle man sich nicht täuschen lassen und es wäre eher naiv von demjenigen, der so etwas behauptet.

Der sächsische Dialekt ist innerhalb der regionalen Sprachgruppe Sachsens unterschiedlich und so klingt das Meißner/Dresdner-Sächsisch etwas anders, als z.B. Chemnitzer, Leipz’scher, Lausitzer oder Erzgebirgisch.

Auch wenn der sächsische Dialekt vorallem in den Medien durch den Kakao gezogen wird und meistens noch sowas von untalentiert, dass einem eingefleischten Sachsen der Tinnitus fiept, bemerkt z.B. der Komiker im TV meist aus Unwissenheit und Naivität nicht, dass er sich damit auch gleichzeitig über sein „fernsehtaugliches Hochdeutsch“ lustig macht.
Denn ab dem Jahre1500, war das Obersächsische (Meißnische Kanzeilsprache) sehr beliebt in weiten Kreisen des deutschen Volkes. Und der meißnische Dialekt, mit dem Luther seine Bibel niederschrieb, hatte nunmal unumstritten Einfluß auf die Entstehung der heutigen deutschen Schriftsprache.


Eine unvollständige Liste historischer Personen, die den obersächsischen Dialekt sprachen bzw. in Schriftform anwandten:

Georgius Agricola
– Vater der Mineralogie
August der Starke
– König v. Sachsen und Polen
Johann Sebastian Bach
– Komponist
– mischte Thüringisch und Sächsisch
Johann Friedrich Böttger
– Erfinder des Meißner Porzellans
– kein gebürtiger Sachse musste aber (notgedrungen) sich mit den sächsischen Dialekt beschäftigen
Johann Gottlieb Fichte
– bekannter Philliosoph
Caspar David Friedrich
– Landschaftsmaler
Samuel Hahnemann
Begründer d. Homöopathie
Novalis
– beliebter Dichter
Carl Maria von Weber
– Komponist,
– war ein Freund der sächsischen Sprache und versuchte sie in Dresden zu erlernen
– u.a. war er ein bedeutender Schriftsteller und seine Schriftsprache war oft die Meißner Kanzleisprache
Richard Wagner
– Komponist
Adam Ries
– Rechenmeister
– ein Oberfranke, der sich aber schon im jungem Erwachsenenalter mit dem Sächsisch-Erzgebirgischem indentifizierte
Robert Schumann
– Komponist
Clara Schumann
– Komponistin und Klaviervirtuosin
Thomas Müntzer
– Theologe
– sprach eine Mischung aus Alt-Thüringisch und Obersächsisch
Karl May
– Schriftsteller (Winnetou)
Melitta Bentz
– Kaffeeimperium
Erich Kästner
– Schriftsteller

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Geschichte des Freitsaates Sachsen

flagge-sachsen

Wer sind den nun die Sachsen? Sind die es die „Fischköppe“ im Norden oder nun doch die „komisch Nuschelnden“ aus der Mitte von Deutschland?
Die Gelehrten streiten sich, doch die Geschichte zeigts. Die Wahrheit heisst…beide!
Sicherlich waren die im Norden schon viel eher da, als wir im heutigem Freistaat Sachsen, deshalb dürfen sie auch den Zusatz „Alt“, also Altsachsen tragen. Und während die Altsachsen damals als Seeräuber die britischen Gewässer unsicher machten, saßen die Einheimischen im heutigem Freistaat Sachsen, friedlich in ihren kleinen, beschaulichen Fischerdörfern und angelten die Elbe leer.

Durch politische Entscheidungen, die Weitergabe von Fürstentiteln und den Sieg über den damailgen  Sachsenherzog im Norden „Heinrich der Löwe“, entstand so, ein paar hundert Kilometer weiter, ganz allmählich der heutige Freistaat Sachsen und der heutige obersächsische Dialekt.

Aber was schreib ich hier…hört es doch Euch am Besten an…

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Sächsisch-Musikalisches

Hören Sie hier Musikalisches zum Thema Dresden/Sachsen.
Die Titel wurden von mabi (Mario Bielitz) gecovert bzw. stammen
von ihm persönlich.

„Wir reden SEXY’sch“ (Hier musste Marius herhalten…Wink)

Der König von Sachsen (Rio hats vorgemacht…)

„Maschendrahtzaun“ (von mabi neu getextet)

„Mei Dräsd’n“ (mabis Liebeslied an Dresden – Liveversion)

„Mei Dräsd’n“ (Neuaufnahme)

Daheeme in Saggs’n (mabi-Version)
Das Original stammt von Griebel & Eden

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Sächsische Märchen

Rodgäbb’l un dor beese Wulf (Rotkäppchen auf sächsisch)

Asch’nbudd’l (Aschenputtel auf sächsisch Teil 1)

Asch’nbudd’l (Aschenputtel auf sächsisch Teil 2)

 

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Sächsisch lernen

Lernen Sie mit mabi den sächsischen Dialekt verstehen und sprechen.

Die unteren Videos beanspruchen kein Recht auf Vollständigkeit. Außerdem gibt es verschiedene sächsischen Mundarten (z.B. Raum Chemnitz, Leipzig, Dresden…) Die Videos stellen die Mundarten hauptsächlich aus dem Raum Dresden/Meißen vor, mit erzgebirgischen Einflüssen.

Die Zahlen

Vokabeln von A – D

Vokabeln von F – G

Vokabeln H – M

Vokabeln N – R

Vokabeln S – Z