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Semperoper

Der Baumeister Gottfried Semper(1803-1879) errichtet von 1838-1841 ein neues königliches Hoftheater, was aber im September 1869 einem Brand zum Opfer fiel.

Gottfried Semper errichtet unter Leitung seines ältesten Sohnes Manfred Semper (1838-1913) von 1871 – 1878 ein zweites Gebäude am Theaterplatz in Dresden. Dieser Bau verfügte nun über eine prachtvolle Innenausstattung.

Am 13.02.1945 fiel die 2. errichtete Semperoper den Luftangriffen auf Dresden zum Opfer.

Im Juni 1977 erfolgte die Grundsteinlegung und der Wiederaufbau der Oper. Am 13.Februar 1985 konnte die Semperoper mit Webers Oper „Der Freischütz“ symbolisch wiedereröffnet werden.

Nach der Wende erhielt die Semperoper den Titel „Sächsische Staatsoper“. Klangkörper der Semperoper ist die sächsische Staatskapelle Dresden.

Im August 2002 verursachte das Jahrhunderthochwasser am und im Opernhaus einen Schaden von 27 Millionen Euro. Schon 3 Monate danach, viel eher als geplant waren die Schäden beseitigt.

Adresse und Anfahrt

Theaterplatz 2,
01067 Dresden
Telefonische Kartenreservierungen: 0351 – 4911 705
Informationen des Besucherdienstes: 0351 – 4911 731
Spielplaninformationen/ Kartenangebote: 0351 – 4911 740
Telefax: 0351 – 4911 700
E-Mail: bestellung@semperoper.de

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 10 – 18 Uhr
Sonnabend / Sonntag / Feiertag: 10 – 13 Uhr (nur Tageskasse)
Die Abendkasse der Semperoper öffnet jeweils 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn

Zu erreichen:
Haltestelle: Theaterplatz
Straßenbahn: 1, 2, 4
Haltestelle: Postplatz
Straßenbahn: 1, 2, 4, 7, 8, 9, 11, 12
Bus: 62, 75, 94


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Umgebung Dresden

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Viele kleine und große Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele gibt es Umgebung von Dresden zu bewundern. Das Beste wäre, wenn Sie mit dem Elbedampfern der „Sächsischen Dampfschifffahrt“ elbauf und elbabwärts tuckern. So kommen Sie herrlich bequem und romantisch, an den meisten Orten, der Dresdner Umgebung an, deren Besichtigung Sie bei einem Dresden Besuch unbedingt einplanen sollten. Diese liegen nunmal oft unmittelbar an der Elbe und besitzen auch eine Anlegestelle. Das ist nur ein Vorschlag, Sie können natürlich auch mit Auto, Bahn, oder Bus das Dresdner Umland erkunden.

Als erstes muss hier  die Stadt Meißen genannt werden. Ca. 30 Kilometer elbabwärts von Dresden entfernt, ist diese über 200 Jahre älter als Dresden selber und war schon ein herrschaftlicher Sitz, als Dresden nur eine kleine Poststation war. Meißen ist eine beschauliche und alte Kleinstadt mit ihrem Warzeichen der „Meißner Albrechtsburg“ (Foto oben). Hier herrschte damals das Wettiner Geschlecht, hier erfand Böttger das erste „weiße Gold“ (Porzellan) Europas, dass mit seinem zwei blauen und gekreuzten Schwertern Weltruhm erlangte.
Und hier entstand auch das erste Obersächsisch, das sogeannte Obermeißnerisch, dass im Dresdner Raum gesprochen wird und vorallem durch sein „Nu“ bekannt geworden ist.
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Nicht weit von Dresden entfernt, also unmittelbar angrenzend, liegt die Kleinstadt Radebeul. Und bei Radebeul fällt einem sofort Karl May ein. Das seit 1929 eröffnete „Karl May Museum“ zeigt mehr als 850 Exponate, über das Wirken der Nordamerikanischen Indianer und in der Villa „Shatterhand“ widmet man sich dem Schaffen von Karl May selber.

Von Radebeul bis zur ca. 20 km entfernten Stadt Radeburg, schlängelt sich durch die herrliche Landschaft, vorbei an Schloß Moritzburg, eine Schmalspurdampfbahn, die von den Einheimischen liebevoll „Lößnitzdackel“ genannt wird. Die Bahn hat einen festen Fahrplan und eine Fahrt mit der selbigen weckt nostaligische Gefühle.

==> Der Lößnitzdackel – Radebeul-Radeburg (Video)

Und wer nicht nur in Nostalgie, sondern auch in Ostalgie sich versetzen lassen möchte, besucht das Radebeuler DDR-Museum. Auf rund 3.500 qm Ausstellungsfläche unternimmt der Besucher eine Zeitreise der besonderen Art. Ca. 150 Fahrzeuge und 30.000 Artikel zeigen die Geschichte der DDR hautnah. Und keine Angst Sie dürfen sich da frei bewegen, dort beobachtet Sie allenfalls ein Mitarbeiter vom Museums-Sicherheitsdienst.

Nach Radebeul kommen Sie, von Dresden aus, einfach und schnell mit der Straßenbahnlinie 4.
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Jetzt im Schnelldurchlauf noch ein Paar Ausflugsziele, die sich in der näheren Umgebung von Dresden befinden.
(Diese Aufzählung ist bei Weitem nur ein winzig-kleiner Teil):

– Sächsische Schweiz (Festung Königsstein, Rathen, Bastei, herrliche Wander- und Klettertouren…)
– Schloß Moritzburg
– Burg Stolpen
– Schloß Wesenstein
– Barockgarten Großsedlitz
– Osterzgebirge

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Sächsische Dampfschiffahrt

dampfer vor elbinsel pillnitz
Quelle: MABI/MEDIA/Bielitz

Die damalige „Weiße Flotte“ heute Sächsische Dampfschifffahrt Dresden ist die älteste Raddampferflotte der Welt. Sie fährt auf auf der Elbe zwischen Decin (Tschechien) und Diesbar-Seußlitz (bei Meißen). Die Sächsische Dampfschifffahrt Dresden besteht zur Zeit aus 9 Schauferaddampfern, die zwischen 75 und 125 Jahre alt sind. Weiterhin befindet sich in der Flotte zwei große Salonschiffe sowie zwei Motorschiffe. Außer dem Dampfer „Leipzig“ wurden alle anderen nach Städte entlang der Fahrtroute sowie nach bekannten sächsischen Persönlichkeiten benannt.

Raddampferflotte:
„Stadt Wehlen“ (Baujahr 1879)
„Diesbar“ (Baujahr 1884)
„Meißen“ (Baujahr 1885)
„Pillnitz“ (Bauhjahr 1886)
„Krippen (Baujahr 1892)
„Kurort Rathen (Baujahr 1896)
„Pirna“ (1898)
„Dresden“ (Baujahr 1926)
„Leipzig“ (Baujahr 1929)

Motorschiffe/Salonschiffe
„August der Starke (Baukahr 1994)
„Gräfin Cosel“ (Baujahr 1994)

Motorschiffe
„Lilienstein“ Baujahr 1982)
„Bad Schandau“ (Baujahr 1987)

Schiffe die zu DDR-Zeiten gefahren sind, wie „Weltfrieden“, „Friedrich Engels“ oder „Karl Marx“ wurden umbenannt bzw. außer Betrieb genommen.

Anfahrt und Adresse

Hertha-Lindner-Str. 10
01067 Dresden
Anlegestelle: Terrassenufer
Telefon:
0351 86609-0
E-Mail: info@saechsische-dampfschiffahrt.de
Fahrplan & Preise
Fahrtenbuchung

Zu erreichen:
Haltestelle: Synagoge
Straßenbahn: 3, 7
Haltestelle: Theaterplatz
Straßenbahn: 4, 8, 9

dampfschiff
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Fernsehturm Dresden

fern

Der Dresdner Fernsehturm steht im Dresdner Stadtteil „Wachwitz“ auf den Elbhängen und überragt mit seiner stattlichen Größe von 252 Metern die gesamte Elbmetropole. Von 1963-1969 wurde der Fernsehturm erbaut und gerade wegen seiner tollkühnen Architektur (Form eines Sektglases) ist er heute ein Wahrzeichen der Stadt Dresden. In ca. 145 Meter Höhe befindet sich ein 2 stöckiges Restaurant und ab 148 Metern die Aussichtsplattform.

Leider ist der Fernsehturm für den Besucherverkehr nicht mehr in Betrieb. Heute dient er lediglich als Sendeturm für Fernsehen, Rundfunk und Mobilfunk. Allerdings schmeckt das uns Dresdnern nicht im Geringsten, denn der Dresdner Fernsehturm ist eine ideale Aussichtsplattform, von der aus über ganz Dresden, bis weit hinein in die Sächsische Schweiz geblickt werden kann. Und warum dieses schöne Dresdner Attraktion nicht weiterhin bzw. wieder für den Publikumsverkehr zugänglich sein sollte ist eben vielen Dresdnern schleierhaft. Sicher muss hier auch der finanzielle bzw. wirtschaftliche Faktor betrachtet werden, jedoch haben Politik und Wirtschaft in Dresden/Sachsen schon ganz andere. mitunter auch unnötige Großprojekte mal so aus der Kalten bewerkstelligt. Und je länger hier gewartet wird, umso teurer werden eben auch die Umbau- bzw. Sanierungskosten.

Deshalb werden wir Dresdner, unter Federführung des Fördervereins „Fernsehturm Dresden“ e.V. nicht eher ruhen, bis unser geliebtes und unübersehbares Wahrzeichen für alle wieder begehbar ist.

Wer Interesse zu diesem Thema hat bzw. aktiv mitwirken möchte, erhält HIER weitere Informationen. Außerdem hat die „Sächsische Zeitung“ eine Abstimmungsaktion „Zukunft Dresdner Fernsehturm“ ins Leben gerufen.

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Grünes Gewölbe

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Quelle: morgenpost.de

Das Grüne Gewölbe in Dresden ist die historische Museumssammlung der ehemaligen Schatzkammer der Wettiner Fürsten von der Renaissance bis zum Klassizismus. Der Name der umfangreichsten Kleinodiensammlung Europas leitet sich von den malachitgrün gestrichenen Säulen im Pretiosensaal her, die heute allerdings mit Spiegeln ummantelt sind.

==> Dresden – Grünes Gewölbe (1DVD+1CD) <==

Das Grüne Gewölbe gehört zu den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und bildet in diesen einen historischen Kern, aus dem weitere Museen, wie der Mathematisch-Physikalische Salon oder die Rüstkammer ausgegliedert wurden.

Ausgestellt wird die Sammlung im Historischen Grünen Gewölbe und im Neuen Grünen Gewölbe, die sich beide im Westteil des Dresdner Residenzschlosses befinden.

Ausstellungen

Die Sammlung der sächsischen Kurfürsten und Könige umfasst über 4.000 Kunstwerke. Die Exponate sind in mehrfacher Weise einzigartig in Europa und in der Welt. Im Neuen Grünen Gewölbe sind beinahe 1.100 Objekte der Juwelier- und Goldschmiedekunst zu sehen, ca. 3.000 Stücke sind im Historischen Grünen Gewölbe ausgestellt. Aufgrund der beschränkten Platzverhältnisse können nicht alle Kunstwerke ausgestellt werden, man beschränkt sich auf die berühmtesten und anspruchsvollsten Exponate.

Ein großer Teil der wohl bekanntesten Werke entstand durch den Hofgoldschmied Johann Melchior Dinglinger und seine Söhne:

* Der Mohr mit Smaragdstufe ist eines der bekanntesten Ausstellungsstücke (Bild). Die Skulptur wurde in Zusammenarbeit mit Balthasar Permoser geschaffen. Sie ist ca. 64 cm hoch und besteht aus lackiertem Birnbaumholz, das mit Smaragden, Rubinen, Saphiren, Topasen, Granaten, Almandinen, Schildpatt besetzt ist. Die Skulptur stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 1724. Der Mohr, also ein Afrikaner, soll aber in Wirklichkeit einen Indianer darstellen, zu erkennen am indianischen Körperschmuck. Der Begriff Smaragdstufe bezeichnet die Erdplatte, in der die Smaragde noch fest stecken.
* Der Hofstaat zu Delhi am Geburtstag des Großmoguls Aurang-Zeb bildet die Vorstellung europäischer Monarchen vom Prunk der Mogulpaläste ab. Weder August der Starke noch Dinglinger waren je in Indien gewesen, das Kunstwerk wurde ausschließlich nach Berichten angefertigt. Entstanden ist eine äußerst aufwändige und detaillierte Miniaturdarstellung in Form eines Tischaufsatzes mit 137 Personen und zusätzlichen Tieren, verziert mit 5.223 Diamanten, 189 Rubinen, 175 Smaragden, einem Saphir und 53 Perlen. Das Werk entstand zwischen 1701 und 1708, es ist 58 cm hoch, 142 cm breit und 114 cm tief. Die Kosten betrugen 58.485 Reichstaler, was dem Jahressold von 1.000 Beamten entsprach. Damit kostete es mehr als der Bau von Schloss Moritzburg. Der Hofstaat zu Delhi wurde ursprünglich im Historischen Grünen Gewölbe ausgestellt und kann seit 2004 im Neuen Grünen Gewölbe besichtigt werden.
* Der Obeliscus Augustalis ist ein weiteres Meisterwerk, geschaffen in der Zeit von 1719 bis 1721. Es stellt eine aufwändig gearbeitete Kartusche mit einem ovalen Abbild August des Starken dar. Es wurden 240 Gemmen und Kameen, geschnittene Steine und goldemaillierte Figuren zu einem Kunstwerk vereint. Die Höhe beträgt circa 23 cm. Auch dieses Werk war ungefähr so teuer wie ein barockes Schloss. Es war von Januar bis April 2006 leihweise in einer Ausstellung in Versailles zu besichtigen.
* Das Bad der Diana stellt die römische Göttin an einer Zierschale dar. Das Werk entstand um 1705, die Höhe beträgt rund 38 cm. Die Zierschale aus Chalzedon ist in Gold umfasst, zusätzlich mit Perlen, Diamanten, Email-Bildern, silbernen und stählernen Ornamenten, Geräten und Tieren besetzt. Der Schaft besteht aus einem emaillierten Hirschkopf.
* Das Goldene Kaffeezeug (original: Pretiosen Coffe Zeug) entstand 1697-1701. Es ist der Inbegriff eines prunkvollen Kaffeservices. Die verwendeten Materialien sind Gold, Silber, Email, Elfenbein und ca. 5.600 Diamanten. Die Kosten betrugen auch hier 50.000 Taler – der Gegenwert eines ganzen Schlosses.

Neben den Werken des Hofgoldschmiedes sind weitere, einzigartige Kunstwerke ausgestellt. Einige von ihnen waren Geschenke der europäischen Monarchen:

* Der Dresdner Grüne Diamant ist mit 41 Karat einer der größten Diamanten der Welt. Er wurde in Indien gefunden und verdankt seine weltweit einzigartige Farbe natürlicher Radioaktivität. Zudem der Sächsische Weiße, ein weißer Diamant mit 48 Karat und ein weltweit einmaliger Saphir von 648 Karat, ein Geschenk von Zar Peter dem Großen.
* Der Kirschkern, in den 185 Gesichter geschnitzt sind. Der Kern soll vor 1589 unter der Lupe entstanden sein, er ist in einen aufwendigen Ohrenschmuck eingearbeitet. Tatsächlich zu erkennen sind 113 Gesichter.
* Der Bernsteinkabinettschrank war ein Geschenk Friedrich Wilhelm I von Preußen. Er wurde vor 1742 in Königsberg gefertigt. Auch sind weitere, umfangreiche Bernsteinkunstwerke im Bernsteinzimmer ausgestellt.
* Zahlreiche Werke enthalten Nautilusmuscheln und Korallen, welche meist vergoldet oder versilbert in Statuen eingearbeitet wurden und eine surrealistische Anmutung haben. Die bekanntesten Werke umfassen eine Sammlung an Nautliluspokalen.
* Die Juwelen-Garnituren bilden den umfangreichsten Juwelenschatz Europas. Die frühesten Garnituren wurden noch für August den Starken selbst geschaffen. Ein großer Teil der Garnituren wurde später hinzugefügt und unterlag in der Ausgestaltung dem jeweiligen modischen Zeitgeist. Es sind sechs verschiedene Stilrichtungen zu unterscheiden, vor allem nach den verwendeten Materialien. Als Edelsteine wurden verwendet: Saphire, Karneolen, Diamanten und Rubine sowie Perlen. Die Garnituren waren der Inbegriff eines absolutistischen Machtanspruches.
* Es werden zahlreiche, stark verzierte Trinkgefäße ausgestellt, unter anderem der Mundbecher Martin Luthers und eine Trinkschale Iwan des Schrecklichen.
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Adresse und Anfahrt

Schloßstraße
01067 Dresden
Telefon: 03 51 / 49 14 2000
Fax: 03 51 / 49 14 2001
E-Mail: besucherservice@skd.museum

Öffnungszeiten:

Neues Grünes Gewölbe
10 bis 18 Uhr, dienstags geschlossen
Historisches Grünes Gewölbe
10 bis 19 Uhr, dienstags geschlossen

Eintrittspreise:
10,00 Euro, inklusive Audioguide
zuzüglich Vorverkaufsgebühr von 2,00 Euro
Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre: frei
Begleitpersonen schwerbehinderter Personen des Merkzeichen „B“ haben freien Eintritt.
zur Online-Ticket-Buchung

Zu erreichen:
Haltestelle: Altmarkt
Straßenbahn: 1, 2, 4, 12
Haltestelle: Postplatz
Straßenbahn: 1, 2, 4, 7, 8, 9, 11, 12
Bus: 62, 75, 94

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Kasematten Dresden

Eine Kasematte (von mittelgriechisch chásma(ta) = Spalte, Erdschlund, Erdkluft; über italienisch casamatta = Wallgewölbe und französisch casematte ins Deutsche gelangt) ist ein vor Artilleriebeschuss geschütztes Gewölbe im Festungsbau.

In früheren Zeiten hieß dieses Element des Festungsbaus auch Mordgrube.
Die Beschusssicherheit erreichte man zunächst durch hohe Mauerstärken und insbesondere durch die Einwölbung, zu der rasch eine Erdüberdeckung hinzukam. Mit der Einführung der Brisanzgeschosse im 19. Jahrhundert wurden Kasematten aus Beton bzw. Stahlbeton notwendig. Diejenigen Mauern, die Gewölbe tragen, heißen Widerlager oder Pfeiler, und diejenigen, die die Widerlager miteinander verbinden und die Gewölbe abschließen, Stirnmauern. Dient die äußere Umfassungsmauer zugleich als Widerlager, so erhält man die Parallelkasematte. Stehen sie im rechten Winkel dazu, so spricht man von einer Perpendikularkasematte. Bei dieser zieht der Einsturz der Umfassungsmauer nicht auch den der Decke nach sich.

Man unterschied Kasematten für Mannschaften (Wohn- und Bereitschaftskasematten) und für die Aufnahme von Vorräten (Aufbewahrungskasematten). Außerdem gibt es noch die Defensionskasematten oder Defensionskasernen (zur Gewehr- oder Geschützverteidigung eingerichtete Kasematten).

Adresse und Anfahrt

Am Brühlschen Garten 4
01067 Dresden
Eingang: Georg-Treu-Platz

Öffnungszeiten:
April bis Oktober: täglich 10:00-17:00 Uhr, 
November bis März: täglich 10:00-16:00 Uhr

Zu erreichen:
Haltestelle: Pirnaischer Platz
Straßenbahn: 1, 2, 3, 4, 7, 12
Bus: 62, 75

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Deutsches Hygienemuseum

hygienemuseum

Das Deutsche Hygiene-Museum Dresden (DHMD) ist ein Dresdner „Museum vom Menschen“.

Es wurde 1912 von dem Dresdner Unternehmer und Odol-Fabrikanten Karl August Lingner nach der I. Internationalen Hygiene-Ausstellung (1911) als „Volksbildungsstätte für Gesundheitspflege“ gegründet. In dieser Zeit sollten durch zahlreiche (öffentliche) Sanitäreinrichtungen und Schulneubauten der Gesundheitszustand auch ärmerer Bevölkerungsteile verbessert werden.

Insbesondere wurden hier Kenntnisse zur Anatomie des Menschen vermittelt, jedoch auch auf Fragen der gesunden Ernährung, persönlichen Hygiene und Gesundheitsvorsorge eingegangen und allgemeinverständliche Präsentationsformen entwickelt, mit denen auch deutschlandweite Wanderausstellungen unternommen wurden.

1930 fand die II. Internationale Hygiene-Ausstellung statt, zu der das Museum einen von Wilhelm Kreis entworfenen Museumsbau bezog. Größte Attraktion des Museums war der Gläserne Mensch.

Während des „Dritten Reichs“ wurde das Museum in den Dienst der nationalsozialistischen Rassenideologie gestellt. Große Teile des Museumsgebäudes und der Sammlungen fielen dem Bombenangriff auf Dresden im Februar 1945 zum Opfer.
In der DDR-Zeit erfüllte das Museum – ähnlich der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in der Bundesrepublik – weiterhin gesundheitsaufklärerische Aufgaben und erhielt 1991 eine vollkommen neue Konzeption, die den Ansatz seiner Gründerjahre mit modernen Mitteln weiter verfolgt.

Das Maskottchen zur gesundheitlichen Aufklärung von Kindern vor 1990 war Kundi.
Das Deutsches Hygiene-Museum wurde in das im Jahre 2001 erschienene Blaubuch aufgenommen. Das Blaubuch ist eine Liste national bedeutsamer Kultureinrichtungen in Ostdeutschland und umfasst zur Zeit 20 sogenannte kulturelle Leuchttürme.
Zwischen 2001 und 2005 wurde das Museum unter der Leitung von Peter Kulka saniert und teilweise umgebaut.

Adresse und Anfahrt

Lingnerplatz 1
01069 Dresden
Telefon: 0351 4846-400
Telefax: 0351 4846-402
E-Mail: service@dhmd.de

Öffnungszeiten:
Di bis So, Feiertage:
10:00 – 18:00 Uhr
Mo geschlossen

Eintrittspreise:
Die Eintrittskarte ist an zwei aufeinanderfolgenden Öffnungstagen gültig.
– bis 16 Jahre freier Eintritt
– Freitag ab 15 Uhr frei für alle
– ermäßigt 3 Euro
– Erwachsene 7 Euro
Gruppenrabatte ==> Webseite

Zu erreichen:
Haltestelle: Großer Garten
Straßenbahn: 10, 13

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Japanisches Palais

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Das Japanische Palais ist ein Bauwerk in Dresden an der südlichen Seite der Elbe. Es ist heute eine Ausstellungsfläche für Museen.

Das Gebäude geht auf ein im Jahr 1715 von Rudolph Fäsch für Graf Jakob Heinrich Graf von Flemming gebautes Landhaus zurück. Man vermietete es an den holländischen Gesandten Craneborg, weshalb es zunächst auch als „Holländisches Palais“ bezeichnet wurde. Bereits 1717 wechselte es jedoch in den Besitz von August dem Starken, der hier Porzellan- und Kunstsammlungen unterbrachte. In den Jahren von 1727 bis 1733 fanden erhebliche Umbaumaßnahmen nach Entwürfen des Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann an dem Gebäude statt, das ursprüngliche Landhaus bildete den der Elbe zugewandten Flügel einer großen Vierflügelanlage in spätbarockem-klassizistischem Stil. In dieser Zeit erhielt das Dach auch seine fernöstliche Form, was dem Bau zu seinem heutigen Namen Japanisches Palais verhalf. In den folgenden Jahrzehnten diente es der Unterbringung von Kunst-, Antiken- und Münzsammlungen und wurde mehrfach umgebaut, unter anderem auch von Gottfried Semper. In den Jahren 1925 bis 1935 ereigneten sich erneute Umbaumaßnahmen, fortan beherbergte das Haus die Sächsische Landesbibliothek. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Japanische Palais erheblich beschädigt, die Rekonstruktionsmaßnahmen zogen sich von 1951 bis 1987 hin. Seit 1953 dient das Gebäude dem Landesmuseum für Vorgeschichte und dem Museum für Völkerkunde Dresden (Staatliche Ethnographische Sammlungen Sachsen, SES) zur Präsentation von Ausstellungen. In den 1980er Jahren wurde auch der zugehörige Barockgarten rekonstruiert, der einen Blick auf die am anderen Elbufer gelegenen Brühlsche Terrasse und Neue Terrasse gewährt.

Adresse und Anfahrt

Japanisches Palais
Palaisplatz 11
01097 Dresden
Öffnungszeiten:
Di – So: 10:00 – 17:00 Uhr

Zu erreichen:
Haltestelle: Palaisplatz
Straßenbahn: 4, 9

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Kreuzkirche

kreuzkirche

Die Kreuzkirche am Altmarkt in Dresden ist als evangelische Hauptkirche der Stadt gleichzeitig die Predigtkirche des Landesbischofs der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Mit mehr als 3000 Sitzplätzen ist die Kreuzkirche der größte Kirchenbau in Sachsen. Als Wirkungsstätte des Dresdner Kreuzchores und der Kreuzorganisten ist sie zugleich das kirchenmusikalische Zentrum der Stadt.

Die Kreuzkirche ist nach der Frauenkirche die zweitälteste Kirche Dresdens (evangelisch seit 1539). Der bekannte sächsische Hofmaler Bernardo Bellotto (nach seinem berühmten Onkel ebenfalls „Canaletto“ genannt), der in seinen Gemälden das alte Dresden festhielt, zeigt noch den gotischen Anblick der Kirche.

Bedeutung und Geschichte

Schon vor 1206, der ersten urkundlichen Erwähnung Dresdens, bestand an der Stelle der heutigen Kreuzkirche eine Kapelle für Handlungsreisende. 1215 wurde eine romanische Kirche zu Ehren des heiligen Nikolaus als Schutzpatron der Händler errichtet. Der ursprüngliche Name „St. Nikolaikirche“ verschwand, nachdem im Jahre 1388 vom Erzbischof zu Meißen das heilige Kreuz neu geweiht wurde. Die katholische Kreuzverehrung prägte den heutigen Namen.

Im Laufe der Geschichte brannte die Kirche fünfmal ab. In den Jahren 1491 und 1669 aus ungeklärter Ursache, 1760 jedoch durch eine preußische Kanonenkugel. Beim Wiederaufbau 1764 wurde sie der Hofkirche angepasst und erhielt ein barockes Aussehen. 1897 brannte sie zum vierten Mal und wurde mit Jugendstilelementen wieder aufgebaut. Beim Luftangriff am 13. Februar 1945 wurde sie erneut stark beschädigt, die Orgel verbrannte vollständig. Das Altarbild war zwar rußgeschwärzt, verbrannte jedoch nicht. Beim Wiederaufbau wurden die Jugendstilelemente zugunsten einer schlichten Gestaltung mit Rauhputz entfernt. Auf den Tag genau 10 Jahre nach der Zerstörung erfolgte 1955 die Wiedereinweihung.

Der Kreuzschüler Richard Wagner wurde in der Kirche konfirmiert. Die Maler Caspar David Friedrich und Ludwig Richter wurden mit ihren Partnerinnen hier getraut.
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Adresse und Anfahrt

Kreuzstraße 7
01067 Dresden
Servicetelefon: 0351 – 4 96 58 09

Öffnungszeiten:
– tägl. 10.00-18.00 Uhr (ab Okt. 10.00-16.00 Uhr)
Gottesdienst:
sonntags 09.30 Uhr
Turmöffnung:
Mo-Sa 10.00-17.00/18.00 Uhr
Kreuzchor- und Orgelvespern:
samstags 18.00 Uhr
weitere Veranstaltungen:
mittwochs 17.00 Uhr Besinnung in Wort und Musik
freitags 12.00 Uhr Mittagsgebet
sonntags 17.45 Uhr Abendgebet

Zu erreichen:
Haltestelle: Altmarkt
Straßenbahn: 1, 2, 4, 12
Haltestelle: Pirnaischer Platz
Straßenbahn: 1, 2, 3, 4, 7, 12
Bus: 75
Haltestelle: Prager Straße
Straßenbahn: 7, 8, 9, 11
Bus: 62

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Schloss Pillnitz

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Quelle: pixelio.de

Das Schloss Pillnitz aus dem 18. Jahrhundert liegt an der Elbe in dem gleichnamigen Dorf Pillnitz, das heute als Stadtteil zu Dresden gehört.

Christoph Ziegler verkaufte das Gut Pillnitz an Christoph von Loß, des Heiligen Römischen Reiches Pfennigmeister und Oberschenk des Kurfürsten Christian I., später dessen Geheimer Rat, der das Lehen 1569 empfing. Er legte 1539 den Grundstein zur Schlosskirche. Sein Sohn Joachim, der „böse Loß“, soll als schwarzer Hund im Schloss spuken.

1640 erbte Günther von Bünau das Schloss. 1694 erwarb es Kurfürst Johann Georg IV. für seine Geliebte Sibylle von Neitschütz. Nach beider Tod im selben Jahr kam es zu August dem Starken der es später seiner Mätresse Gräfin Cosel schenkte, jedoch 1718 wieder einzog, nachdem sie in Ungnade gefallen war. Er behielt es nun selbst und ließ es im barocken Stil um- und ausbauen und begann das Werk bald mit dem Abbruch der Schlosskirche.

Hauptgebäude sind das Bergpalais (1722 – 1723) und das Wasserpalais (1720 – 1721) mit seiner großen Freitreppe zur Elbe. Die Schlossanlage wurde nach Entwürfen von Matthäus Daniel Pöppelmann und ab 1724 auch Zacharias Longuelune, einem Vertreter der klassischen Richtung des französischen Barocks, errichtet. In einer zweiten Bauphase wurden ab 1788 die hölzernen Seitenflügel der Palais durch Steinbauten ersetzt, entworfen von Christian Friedrich Exner und Christian Traugott Weinlig, der auch für die Ausstattung der Innenräume des Schlosses verantwortlich war. Die Ausstattung ist bis heute zum Teil erhalten geblieben („Weinlig-Zimmer“).

Schloss Pillnitz ist ein hervorragendes Beispiel für die Chinamode des 18. Jahrhunderts. Kurz nach Fertigstellung der Neubauten fand 1791 im Schloss eine Fürstenzusammenkunft statt, deren Ergebnis als Pillnitzer Deklaration in die Weltgeschichte eingegangen ist.

Die reizvolle landschaftliche Umgebung, die auf der Nordseite der Elbe durch ausgedehnte Weinanbauhänge (etwa 100 m Höhenstufe) geprägt ist, trägt maßgeblich zur Attraktivität des Ensembles bei.

Attraktionen im Park sind eine historische Elbgondel Friedrich Augusts des Gerechten, die Orangerie und die über 200 Jahre alte und 8,6 Meter hohe Pillnitzer Kamelie. Diese dendrologische Rarität wird im Winter von dem 1992 erbauten und fahrbaren Kamelienhaus geschützt bzw. beherbergt. In der wärmeren Jahreszeit steht die Pflanze im Freien.

Im chinesischen Pavillon findet regelmäßig die Teezeremonie statt.

Adresse und Anfahrt

August-Böckstiegel-Straße 2
01326 Dresden
Telefon: +49 (0) 351 26 13-260
Telefax: +49 (0) 351 26 13-280
E-Mail: pillnitz@schloesserland-sachsen.de

Öffnungszeiten:
»Alte Wache«

Mai bis Oktober täglich 9 bis 18 Uhr,
November bis April täglich 10 bis 16 Uhr
24.12. geschlossen
25./26.12. sowie 1.1. 11 – 15 Uhr

Schlosspark Pillnitz
täglich 5 Uhr bis Einbruch der Dämmerung

Palmenhaus
März bis Oktober:
Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, Pfingstmontag geöffnet
November bis Februar:
Dienstag bis Sonntag 10 bis 16 Uhr
während der Kamelienblüte, täglich 10 bis 17 Uhr
Führungen: November bis März an den Wochenenden, 13.00 Uhr Treff: Besucherzentrum Alte Wache

Schlossmuseum Pillnitz
November- März geschlossen
1. April bis 31. Oktober:
Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr
Pfingstmontag geöffnet

Führungen durch das Museum in Deutsch für Einzelbesucher:
– 11 und 14 Uhr an den April-Wochenenden
– von Mai bis Oktober täglich 11 und 14 Uhr
– November bis März,  an den Wochenenden Rundgang mit Führung um
11, 12, 14 und 15 Uhr

Zu erreichen:
Haltestelle: Pillnitz oder Pillnitzer Platz
Bus: 63

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