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Semperoper

Der Baumeister Gottfried Semper(1803-1879) errichtet von 1838-1841 ein neues königliches Hoftheater, was aber im September 1869 einem Brand zum Opfer fiel.

Gottfried Semper errichtet unter Leitung seines ältesten Sohnes Manfred Semper (1838-1913) von 1871 – 1878 ein zweites Gebäude am Theaterplatz in Dresden. Dieser Bau verfügte nun über eine prachtvolle Innenausstattung.

Am 13.02.1945 fiel die 2. errichtete Semperoper den Luftangriffen auf Dresden zum Opfer.

Im Juni 1977 erfolgte die Grundsteinlegung und der Wiederaufbau der Oper. Am 13.Februar 1985 konnte die Semperoper mit Webers Oper „Der Freischütz“ symbolisch wiedereröffnet werden.

Nach der Wende erhielt die Semperoper den Titel „Sächsische Staatsoper“. Klangkörper der Semperoper ist die sächsische Staatskapelle Dresden.

Im August 2002 verursachte das Jahrhunderthochwasser am und im Opernhaus einen Schaden von 27 Millionen Euro. Schon 3 Monate danach, viel eher als geplant waren die Schäden beseitigt.

Adresse und Anfahrt

Theaterplatz 2,
01067 Dresden
Telefonische Kartenreservierungen: 0351 – 4911 705
Informationen des Besucherdienstes: 0351 – 4911 731
Spielplaninformationen/ Kartenangebote: 0351 – 4911 740
Telefax: 0351 – 4911 700
E-Mail: bestellung@semperoper.de

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 10 – 18 Uhr
Sonnabend / Sonntag / Feiertag: 10 – 13 Uhr (nur Tageskasse)
Die Abendkasse der Semperoper öffnet jeweils 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn

Zu erreichen:
Haltestelle: Theaterplatz
Straßenbahn: 1, 2, 4
Haltestelle: Postplatz
Straßenbahn: 1, 2, 4, 7, 8, 9, 11, 12
Bus: 62, 75, 94


Openstreetmap unter Lizenz CC-BY-SA

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Der sächsische Dialekt

Sächsisch verstehen

Um sich mit der sächsischen Sprache (Dialekt) vetraut zu machen, müssen Sie ein paar grundlegende Dinge beachten. Viele denken, Sachsen seien zu faul zum sprechen und bekommen die Zähne nicht ausseinander. Das ist aber grundsätzlich falsch, denn Sachsen verschlucken Endungen oder ziehen Wörter ganz geschickt zu einem Laut zusammen. Es ist etwa nicht aus Faulheit, sondern der Grund ist die effektive Zeitersparnis. So können Sachsen mit weniger Aufwand und in kürzester Zeit viel mehr sagen. Außerdem denken die Sachsen nicht groß drüber nach, wie sie es nun sagen. Nein, sie sind direkt und reden einfach drauf los. Frei nach dem Motto: „Is de Gusche ehma breed, dann gönn mor ooch glei alles nausloof’n lass’n!“ (übersetzt: „Ist der Mund einmal offen, warum hinter dem Berg halten.“)
Manche bildungsfernen Mitdeutschen erachten diese Kommunikationsform als etwas primitiv oder unterbelichtet, doch beleidigen sie damit die sächsische Ehrlichkeit und Offenheit die sie vielleicht selber gerne hätten.


mabi – Wir reden SEXY’sch…!!!
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Weiterhin geben Sachsen mit der Veränderung der Tonlage (sächsischer Singsang), den Worten ihre emotionale Bedeutung. So kann z.B. der Dresdner dem einfachen Wörtchen „nu“, durch tonale Veränderung, zahlreiche verschiedene Bedeutungen beimessen. Die sächsische Sprache besitzt keine harten Konsonanten, statt „K“ sprechen wir „G“, statt dem „T“ ein „D“ und statt dem „P“ ein „B“. Die Fachmänner reden von „Konsonantenschwächung“. Das macht die Sprache mitunter sehr weich und ungeübte Hörer meinen es klänge etwas seltsam bis naiv. Aber da solle man sich nicht täuschen lassen und es wäre eher naiv von demjenigen, der so etwas behauptet.

Der sächsische Dialekt ist innerhalb der regionalen Sprachgruppe Sachsens unterschiedlich und so klingt das Meißner/Dresdner-Sächsisch etwas anders, als z.B. Chemnitzer, Leipz’scher, Lausitzer oder Erzgebirgisch.

Auch wenn der sächsische Dialekt vorallem in den Medien durch den Kakao gezogen wird und meistens noch sowas von untalentiert, dass einem eingefleischten Sachsen der Tinnitus fiept, bemerkt z.B. der Komiker im TV meist aus Unwissenheit und Naivität nicht, dass er sich damit auch gleichzeitig über sein „fernsehtaugliches Hochdeutsch“ lustig macht.
Denn ab dem Jahre1500, war das Obersächsische (Meißnische Kanzeilsprache) sehr beliebt in weiten Kreisen des deutschen Volkes. Und der meißnische Dialekt, mit dem Luther seine Bibel niederschrieb, hatte nunmal unumstritten Einfluß auf die Entstehung der heutigen deutschen Schriftsprache.


Eine unvollständige Liste historischer Personen, die den obersächsischen Dialekt sprachen bzw. in Schriftform anwandten:

Georgius Agricola
– Vater der Mineralogie
August der Starke
– König v. Sachsen und Polen
Johann Sebastian Bach
– Komponist
– mischte Thüringisch und Sächsisch
Johann Friedrich Böttger
– Erfinder des Meißner Porzellans
– kein gebürtiger Sachse musste aber (notgedrungen) sich mit den sächsischen Dialekt beschäftigen
Johann Gottlieb Fichte
– bekannter Philliosoph
Caspar David Friedrich
– Landschaftsmaler
Samuel Hahnemann
Begründer d. Homöopathie
Novalis
– beliebter Dichter
Carl Maria von Weber
– Komponist,
– war ein Freund der sächsischen Sprache und versuchte sie in Dresden zu erlernen
– u.a. war er ein bedeutender Schriftsteller und seine Schriftsprache war oft die Meißner Kanzleisprache
Richard Wagner
– Komponist
Adam Ries
– Rechenmeister
– ein Oberfranke, der sich aber schon im jungem Erwachsenenalter mit dem Sächsisch-Erzgebirgischem indentifizierte
Robert Schumann
– Komponist
Clara Schumann
– Komponistin und Klaviervirtuosin
Thomas Müntzer
– Theologe
– sprach eine Mischung aus Alt-Thüringisch und Obersächsisch
Karl May
– Schriftsteller (Winnetou)
Melitta Bentz
– Kaffeeimperium
Erich Kästner
– Schriftsteller