Stadtführer Dresden

Wissenswertes zur sächsischen Landeshauptstadt
sachsenmabi 18. September 2015 E-Mail


cosel
(17. Oktober 1680 auf Gut Depenau; † 31. März 1765 in Stolpen)

1704 wurde August der Starke auf die geistreiche Anna Constantia aufmerksam und verliebte sich in sie. Freiherr von Hoym warnte August den Starken noch vor ihr, denn er hielt sie für ungeeignet für das Amt der Maitresse en titre. Augusts legitime Ehefrau,

 

Anna Constantia galt zunehmend als gefährlich für die politischen Ziele des Kurfürsten. Ein heimlich gegebenes Eheversprechen Augusts trug dazu bei. Um dem polnischen Adel entgegenzukommen, war schließlich die Wahl einer katholischen Mätresse aus Polen opportun. August entschied sich schließlich für Maria Magdalena Gräfin Dönhoff.

1713 verbannte August Anna Constantia nach Schloss Pillnitz. 1715 floh sie nach Berlin, was ihr in Sachsen als Landesverrat ausgelegt wurde. Anna Constantia wurde am 22. November 1716 im damals preußischen Halle an der Saale verhaftet und im Tausch gegen Deserteure nach Sachsen ausgeliefert. Sie wurde vom König unter Arrest gestellt und erreichte am 24. Dezember 1716 die Burg Stolpen, wo sie bis zu ihrem Tod 49 Jahre lang gefangen gehalten wurde.

Auch nach dem Tod Augusts des Starken († 1. Februar 1733) - während der Regierungszeit seines Sohnes und Thronfolgers Friedrich August II. - wurde die Inhaftierung nicht aufgehoben. Die genauen Hintergründe dafür wurden bis heute nicht eindeutig geklärt. Unverständlich ist auch, warum sie die sich zweimal bietende Gelegenheit zur Flucht von der Burg Stolpen (1745 und 1756) nicht nutzte.

August der Starke nahm seiner ehemaligen Mätresse nach und nach das gesamte Vermögen ab, ließ es aber ihren gemeinsamen Kindern zukommen und sorgte auch für deren angemessene Erziehung und standesgemäße Verheiratung.

Quelle: Wikipedia

Kommentare 

 
0 #1 Lutz Kunert 2015-05-18 17:28
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe damals den Werdegang der Gräfin Cosel, nach der Wende verfolgt, und bin an den Orten gewesen,wo Sie bis zum Ende gelebt hatte. Dieses habe ich einer Großtante meiner jetztigen Exfrau erzählt, und sie war so begeistert, dass ich mich so dafür interessiert hatte, und überreichte mir zu meinem 50. ein in Kupfer eingebundenes Porträt der Gräfin in Form einer Kachel, welches sehr sehr schön ist, wobei der Schmuck erhaben zu fühlen ist. Der Aufbau des Gesamten muss schon sehr alt sein.Den Namen des Künstlers konnte ich evtl. auf den Namen Wagner id. Es wäre lieb, wenn ich mehr erfahren könnte. Vielen Dank MfG L.K.
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