Stadtführer Dresden

Wissenswertes zur sächsischen Landeshauptstadt
sachsenmabi 18. September 2015 E-Mail


grosser_garten
Quelle: TU Dresden

Der Große Garten ist ein Barockpark in Dresden und heute zugleich die größte und älteste Parkanlage auf dem Gebiet der sächsischen Landeshauptstadt.

Geschichte

Der Große Garten wurde ab 1676 für den Kurprinzen und späteren Kurfürsten Johann Georg III. als Jagdgarten mit sternförmigem Wegenetz angelegt. Ab 1678 erbaute Oberlandbaumeister Johann Georg Starcke unter Koordination mit den Gartenplanungen durch Johann Friedrich Karcher das „Palais im Großen Garten“ (auch: „Palais Prinz Georg“). Um dieses Zentrum herum gestaltete Karcher den Großen Garten ab 1684 unter Johann Georg III. mit rechtwinkligem Wegenetz und Alleen in einen Lustgarten im Stil des französichen Barock um.

1813 wurde seine Umfassungsmauer abgebrochen und die Steine für den Wiederaufbau von Striesen verwendet. Nach Abzug der Franzosen und Beseitigung der Kriegsschäden wurde er 1814 auf Befehl des damaligen russischen Generalgouverneurs in Sachsen, Repnin-Wolkonski für die Bevölkerung freigegeben.

Ab 1873 wandelte dann der neu nach Dresden berufene junge Gartendirektor Johann Carl Friedrich Bouché den Großen Garten unter Beibehaltung vieler barocker Grundstrukturen in einen Landschaftsgarten im „gemischten Stil“ der sogenannten „Lenné-Meyer-Schule“ um.

Gegenwart

Der Große Garten hat heute einen annähernd rechteckigen Grundriss auf einer Fläche von ca. 2 km⊃2; mit einer Längsausdehnung von 1900 m.

Seine bedeutendsten Attraktionen sind:

* das Palais; gilt als Sachsens ältester Barockbau, im Zentrum der Anlage, mit Blumengarten, Wasserbecken und Springbrunnen
* der Zoologische Garten, eröffnet 1861 und damit der viertälteste Zoo Deutschlands
* der Botanische Garten, eröffnet 1893 und heute Teil der TU Dresden
* die Parkeisenbahn, eröffnet 1950
* drei Freilichtbühnen:
o Freilichtbühne Großer Garten (ehemals „Junge Garde“, ca. 5000 Plätze)
o Parktheater (am Palaisteich, ca. 1000 Plätze)
o Puppentheater „Sonnenhäusel“ (an der nordwestlichen Herkulesallee, ca. 350 Plätze)
* der Mosaikbrunnen (südlich der westlichen Hauptallee)
* der Carolasee (mit Bootsverleih und Gastronomie) sowie einige kleinere Gewässer.

Die beiden Hauptachsen Hauptallee (West-Ost) und Querallee (Nord-Süd) sind asphaltiert und werden auch von Radfahrern, Skatern etc. rege genutzt.

Die nördlich parallel zur Hauptallee verlaufende Herkulesallee bildet zusammen mit der Herkulesstraße und Teilen der Lingnerallee eine mehrere Kilometer lange Sichtachse zum Rathausturm.

Die größte Freifläche Drachenwiese befindet sich nahe der nordöstlichen Ecke. Sie war beim Kirchentag 1983 Ort der Abschlussveranstaltung mit etwa 100.000 Teilnehmern.

Nordwestlich grenzt an den Großen Garten die Gläserne Manufaktur von Volkswagen.

Adresse und Anfahrt

Zu erreichen:
Haltestelle: Großer Garten
Straßenbahn: 10, 13
Haltestelle: Comeniusplatz
Straßenbahn: 1, 2

karte_grosser_garten
Openstreetmap unter Lizenz CC-BY-SA

Kommentare 

 
-1 #2 Karl Napf 2012-09-11 08:02
zitiere Anna:
Ich wollte mal wissen warum der große Garten groß ist.

Na, weil's keinen kleinen gibt!
Dem Administrator melden
 
 
-1 #1 Anna 2012-08-16 08:01
Ich wollte mal wissen warum der große Garten groß ist.

Kommentar vom "Stadtführer Dresden":

Nu wenn er klein wäre, würde er ja "Kleiner Garten" heissen. ;-)
Dem Administrator melden
 

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